Buddy haut den Lukas und Bud Spencers außerirdischer kleiner Freund

Bud Spencer brauchte 1980 weder Terence Hill noch einen Wildwestschauplatz, um im Kino für fliegende Gegner und zerlegtes Mobiliar zu sorgen. In Buddy haut den Lukas spielte er erneut einen amerikanischen Sheriff, der ausgerechnet einen kleinen Außerirdischen beschützen muss. Die italienische Actionkomödie von Regisseur Michele Lupo verband die typische Bud-Spencer-Prügelei mit Science-Fiction und familienfreundlichem Abenteuer. Am 11. Dezember 1980 kam der Film in die westdeutschen Kinos und erreichte dort mehr als drei Millionen Besucher.

Worum geht es in Buddy haut den Lukas?

Bud Spencer spielt Sheriff Scott Hall, der gemeinsam mit dem Jungen Charlie von Ort zu Ort zieht. Charlie ist allerdings kein gewöhnliches Kind. Hinter ihm verbirgt sich der Außerirdische H7-25, der über besondere Fähigkeiten verfügt und weiterhin vom amerikanischen Militär gesucht wird. Schließlich übernehmen die beiden in der Kleinstadt Monroe eine neue Aufgabe. Hall räumt auf seine bekannte Weise mit örtlichen Gangstern auf, während Charlie bald bemerkt, dass eine wesentlich größere Gefahr droht.

Eine Gruppe feindlicher Außerirdischer hat sich auf der Erde eingerichtet und versucht, Menschen zu beeinflussen. Außerdem stehen ihr Androiden zur Verfügung. Damit entwickelt sich die zunächst vertraute Geschichte vom kräftigen Sheriff gegen Kleinstadtkriminelle zu einer Mischung aus Komödie, Prügelfilm und Science-Fiction-Abenteuer. Natürlich bleibt Bud Spencers Figur auch angesichts außerirdischer Gegner ihrer bewährten Methode treu: Wo Diskussionen nicht weiterhelfen, sorgen seine Fäuste für klare Verhältnisse.

Ist Buddy haut den Lukas eine Fortsetzung?

Der Film ist die direkte Fortsetzung von Der Große mit seinem außerirdischen Kleinen aus dem Jahr 1979. Bereits dort hatte Bud Spencer unter der Regie von Michele Lupo gemeinsam mit Cary Guffey gespielt. Guffey war dem internationalen Publikum zuvor durch Steven Spielbergs Unheimliche Begegnung der dritten Art bekannt geworden.

Auch hinter den Kulissen blieb vieles vertraut. Das Drehbuch stammte erneut von Marcello Fondato und Francesco Scardamaglia. Die Musik komponierten Guido und Maurizio De Angelis, die über Jahre zu den wichtigsten musikalischen Begleitern der Filme mit Bud Spencer und Terence Hill gehörten. Gedreht wurde unter anderem im US-Bundesstaat Georgia. Die Stadt Monroe diente dabei als Schauplatz für die fiktive Kleinstadt des Films.

Warum war Bud Spencer 1980 in Deutschland so erfolgreich?

Buddy haut den Lukas traf in Westdeutschland auf ein Publikum, bei dem Bud Spencer längst zu den beliebtesten Kinostars gehörte. Seine Filme funktionierten nach einem wiedererkennbaren Prinzip: Spencer spielte meist einen gutmütigen, wortkargen und körperlich überlegenen Helden, der sich zunächst möglichst wenig einmischen wollte und schließlich doch gezwungen wurde, gegen eine ganze Gruppe von Gegnern anzutreten.

Dass der Film dieses Muster mit Außerirdischen, Robotern und einem Kind als Partner kombinierte, machte ihn besonders familienfreundlich. Die Mischung ging kommerziell auf. Für den deutschen Kinostart am 11. Dezember 1980 werden rund 3,07 Millionen Besucher ausgewiesen. Damit gehörte Buddy haut den Lukas zu den großen Publikumserfolgen jener Zeit in der Bundesrepublik.

Künstlerisch besitzt der Film nicht den Stellenwert der bekanntesten gemeinsamen Arbeiten von Bud Spencer und Terence Hill. Für die deutsche Kinokultur der frühen achtziger Jahre ist er dennoch bemerkenswert. Er zeigt, wie selbstverständlich Spencer damals allein einen großen Kinofilm tragen konnte und wie weit sich das bewährte Konzept seiner Komödien ausdehnen ließ. Selbst eine außerirdische Invasion wurde am Ende zu einer Gelegenheit für das, was sein Publikum erwartete: trockenen Humor, harmlose Prügeleien und einen Helden, der zwar ständig Ärger bekommt, aber kaum jemals wirklich aus der Ruhe gerät.

Quellen
▪︎ Bud Spencer Official: „Chissà perché… capitano tutte a me“, Filmografie
▪︎ FILMSTARTS: „Buddy haut den Lukas“, Filmeintrag
▪︎ Spencer/Hill-Datenbank: „Buddy haut den Lukas“, Filmeintrag